Was bedeutet Achsamkeit?
- Beratungsecke
- 1. Mai 2021
- 2 Min. Lesezeit

Das Wort Achtsamkeit hat hierzulande nur geringe Bedeutung. Im Buddhismus jedoch ist Achtsamkeit eine Form der Meditation. Die Wirkung der Achtsamkeit ist mittlerweile gut erforscht. Der Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn hat in den späten siebziger Jahren die MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) Methode entwickelt und in der westlichen Welt etabliert. In klinischen Studien konnten positive Wirkungen der MBSR-Kurse bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen, häufigen Infektionskrankheiten, Ängsten oder Panikattacken, Depressionen, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Magenproblemen und dem Burn-out Syndrom nachgewiesen werden. Zudem hilft als Ergänzung zur Schulmedizin die Achtsamkeitspraxis das Immunsystem zu stärken.
Achtsam sein bedeutet Eindrücke und Momente bewusst wahrzunehmen ohne diese zu bewerten. Bei regelmässigem Praktizieren wird sich nicht nur die Psyche stabilisieren sondern es kann auch zu diversen positiven Leistungssteigerungen kommen.
Mir persönlich hat es sehr geholfen nicht ständig mich in Gedanken zu verwirren. Meine Unruhe in den Gedanken hatte mich unglücklich werden lassen. Das Achtsam sein hat mein Leben wieder glücklicher gestaltet.

Noch nicht Überzeugt? Dann probieren Sie es doch einfach für sich mal aus! Achtsamkeitsübungen lassen sich problemlos in den Alltag einbetten.
Beispiele:
Geh-Meditation

Das Gehen ist mittlerweile bei uns allen bereits ein vollautomatisierter Prozess. Meisten sind wir während des Gehens mit den Gedanken bereits am Ziel oder schon gar darüber hinaus. Ziel bei dieser Achtsamkeitsübung ist das Gehen Schritt für Schritt bewusst wahrzunehmen in dem die einzelnen Schritte gedanklich gezählt werden. Das praktische an der Geh-Meditation ist dass sie auf dem Weg zu ÖV, zum Einkaufen, Treppensteigen, Putzen oder einfach beim Spazierengehen angewendet werden kann.
(Praxis-Tipp: Damit beim Zählen der Schritte die Gedanken nicht so leicht abschweifen, zähle ich lediglich bis 9 oder 10 und beginne wieder von vorne mit der Zahl 1)
Achtsamkeit beim Essen

Auch beim Essen oder Trinken lässt sich Achsamkeit gut trainieren. Im vollbepackten Alltag verzehren wir unser Essen oft in Gedanken versunken ohne das Bewusstsein für das Lebensmittel selber oder die Menge an Nahrung, welche wir zu uns nehmen. Wie fühlt es sich an auf der Zunge? Welche Gerüche oder Geschmäcker werden wahrgenommen? Was passiert mit dem Geschmack wenn man länger kaut? Wie fühlt sich der Körper an nach dem Essen? Wie bei allen Achtsamkeitsübungen geht es auch hier um bewusst das "Hier und Jetzt" zu erleben. Durch Ausprobieren findet Ihr leicht die Methode, welche zu Euch am Besten passt.
(Praxis-Tipp: Anfangs lässt man sich leicht ablenken, daher zu Beginn eher bei Mahlzeiten, welche man alleine zu sich nimmt)
Pausen machen

Mehrmals am Tag mindestens eine Minute sich Zeit nehmen und bewusst den jetzigen Moment erleben. Dazu einfach eine bequeme Haltung einnehmen egal ob sitzend oder stehend. Nun ein paar bewusste Atemzüge nehmen und die Konzentration auf den eigenen Körper richten. Was fühlt man im Moment? Wie geht es mir jetzt? Die Schwierigkeit liegt anfangs daran nicht die Gefühle zu bewerten oder die Ursachen dafür zu ergründen, sondern nur zu beobachten.
(Praxis-Tipp: Für einen kurzen Moment Ruhe sorgen wie zum Beispiel das Telefon auf lautlos stellen. Für mich hat es einen zusätzlich beruhigenden Effekt wenn die Dauer des Ausatmens doppelt so lang ist wie die Dauer des Einatmens)

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